Mit Patch 1.17.0 bringt Embark eines der stärksten Updates seit Release. „Shrouded Sky“ verändert nicht nur Zahlen im Hintergrund, sondern das eigentliche Spielgefühl. Hurricane-Conditions, neue ARC-Typen, Feat-Änderungen, Weapon-Balancing und Crafting-Anpassungen greifen direkt in die Meta ein.

Und ja, über Wolfpack müssen wir reden.

Hurricane Map Condition – endlich echte Umweltdynamik

Der Hurricane ist kein optischer Effekt. Er verändert Runs spürbar.

Wind beeinflusst Movement. Rückenwind beschleunigt, Gegenwind kostet Stamina. Throwables verhalten sich anders. Granaten fliegen nicht mehr so wie gewohnt. Sicht wird schlechter. Debris trifft dein Shield, macht dich sichtbarer und zwingt dich zu echten Entscheidungen.

Das ist genau die Art von Spannung, die nicht nur aus PvP entsteht. Das fühlt sich nach Systemtiefe an, nicht nach Zahlen-Patch.

Neue ARC-Gegner: Firefly und Comet

Zwei neue ARCs erweitern den Rust Belt:

Firefly zwingt dich durch Flammen-Druck zum Repositionieren.
Comet arbeitet mit Lock-on und Explosion, wenn du zu nah kommst.

Beide erhöhen PvE-Druck, ohne künstlich an PvP zu drehen. Gute Richtung.

PvP Feats entfernt – endlich

Einer der wichtigsten Punkte im Patch:

PvP Feats wurden entfernt.
Zusätzlich kann man Feats jetzt dreimal täglich kostenlos rerollen.

Das ist ein starkes Signal.

PvP bleibt Teil des Spiels. Aber es wird nicht mehr über Daily-Aufgaben erzwungen. Niemand muss mehr Leute jagen, nur weil ein Feat es verlangt. Das nimmt Druck raus, ohne PvP abzuschaffen.

Das war überfällig.

Waffen-Balance – Meta in Bewegung

Embark hat das Semi-Auto-Input-Problem adressiert. Spam-Clicking soll nicht länger Skill komplett ersetzen, aber Waffen bleiben responsiv.

Wichtige Änderungen:

  • Stitcher: weniger Headshot-Multiplikator, weniger Damage, mehr Bloom
  • Kettle: weniger Base Damage
  • Venator: Damage und Headshot-Multiplikator reduziert
  • Jupiter: besseres ADS, schnelleres Swappen
  • Aphelion: schnellerer Reload, weniger Recoil, schnelleres Handling

Das wird PvP und PvE gleichermaßen beeinflussen. Meta-Verschiebung ist garantiert.

Expedition Catch-up – weniger FOMO

Das neue Catch-up-System für Expeditions sorgt dafür, dass verpasste Skill Points nachgeholt werden können.

Das ist ein sehr gesunder Schritt für ein Service-Game. Weniger „du warst nicht da, jetzt bist du dauerhaft hinten“.


Crafting-Änderungen – und jetzt das Problem

Mehrere Items wurden teurer oder brauchen zusätzliche ARC-Parts.

Und dann kommt Wolfpack.

Wolfpack braucht jetzt einen Rocketeer Driver zum Craften.

Wtf.

Wolfpack war kein übermächtiges Item, das das Spiel zerstört hat. Es war ein Tool. Ein situatives Werkzeug. Kein Meta-Dominator.

Jetzt brauchst du ausgerechnet ein Teil von genau dem Gegner-Typ, gegen den Wolfpack besonders hilfreich ist.

Das fühlt sich wie ein künstlicher Grind-Loop an.

Ja, man kann argumentieren, dass Wolfpacks bestimmte ARCs trivialisiert haben. Aber die Lösung sollte sein, ARCs interessanter oder gefährlicher zu machen – nicht Standard-Tools künstlich zu verteuern.

Gerade für Casual-Spieler war Wolfpack ein planbares Mittel, Trials und bestimmte Runs stabiler zu machen.

So wirkt es eher wie eine Bremse.

QoL und Fairness

Ein paar weitere wichtige Punkte:

  • NVIDIA Freestyle Filter werden eingeschränkt, um unfairen Sichtvorteil zu verhindern.
  • Interaktionen aus unrealistischer Distanz wurden gefixt.
  • Deployable-Exploits wurden reduziert.
  • Käufe sind jetzt möglich, selbst wenn der Stash voll ist.

Das sind alles saubere, sinnvolle Schritte.

Fazit

Shrouded Sky ist ein starkes Update.

Hurricane bringt echte Dynamik.
Neue ARCs erhöhen PvE-Druck.
PvP Feats entfernt – sehr guter Schritt.
Waffen-Balance bewegt die Meta.

Aber:
Wolfpack teurer zu machen fühlt sich unnötig an. Das Item war nicht so dominant, dass es diese Schraube gebraucht hätte.

Unterm Strich ist der Patch mutig. Die Richtung stimmt.
Nur beim Crafting sollte Embark aufpassen, nicht Spielzeit mit künstlicher Verknappung zu verwechseln.