Einordnung & Zielgruppe
Der Beelink SEi13 AI kombiniert einen klassischen x86-Mini-PC mit einem separaten Houmo-AI-Beschleuniger. Der Intel Core i7-13620H übernimmt Ubuntu, Office, Browser und normale Anwendungen, während die NPU lokale Sprach- und Bildmodelle berechnet. Ihre 24 GB Speicher sind vom 32 GB großen Systemspeicher getrennt und stehen ausschließlich kompatiblen AI-Modellen zur Verfügung.
Damit richtet sich der Mini-PC weniger an gewöhnliche Office-Nutzer als an technisch versierte Anwender, die Sprachmodelle lokal ausführen und sensible Daten nicht an einen Cloud-Modellanbieter senden möchten. Die getestete Vorbestellerkonfiguration wurde am 12. August 2026 für 1.739 US-Dollar gelistet. Das relativiert sich durch den Wert des AI-Beschleunigers: Das separat erhältliche Houmo LQ50-24 kostete zum selben Zeitpunkt bereits 1.299 US-Dollar.
Beelink hat uns das Testgerät kostenlos zur Verfügung gestellt. Eine zusätzliche Bezahlung erfolgte nicht. Der Hersteller hatte keinen Einfluss auf den Inhalt oder das Fazit des Tests.
Technische Daten
Der Beelink SEi13 AI in unserer Testkonfiguration besitzt folgende technische Daten:
- Prozessor: Intel Core i7-13620H, 10 Kerne, 16 Threads, bis zu 4,9 GHz und 24 MB Cache
- Grafik: Intel UHD Graphics, 64 Execution Units und bis zu 1,5 GHz
- Systemspeicher: 32 GB Micron LPDDR5, fest verlötet
- AI-Beschleuniger: Houmo LQ50 mit zwei NPU-Kernen und 24.448 MB eigenem Speicher
- AI-Leistung: laut Hersteller bis zu 160 TOPS für kompatible lokale Modelle
- SSD: 1 TB Crucial CT1000E100SSD8, M.2 2280 PCIe 4.0 x4
- Netzwerk: Intel I226-V mit 2,5 Gbit/s
- WLAN: Intel Wi-Fi 6 AX200 und Bluetooth 5.2
- Monitoranschlüsse: HDMI, DisplayPort 1.4a und Thunderbolt 4/USB-C
- Erweiterung: zwei M.2-2280-Steckplätze, ab Werk mit SSD und AI-Beschleuniger belegt
- Betriebssystem: Ubuntu 24.04.4 LTS mit vorinstalliertem OpenClaw
- Abmessungen: 135 × 135 × 44,7 mm ohne Standfüße
- Netzteil: Huntkey HKA12019063-0A3, 19 V/6,32 A beziehungsweise 120,08 W
- Lieferumfang: Mini-PC, Netzteil, HDMI-Kabel, Handbuch und OpenClaw-Kurzanleitung
- Garantie: drei Jahre laut Hersteller

Design, Verarbeitung & Wartung
Der SEi13 AI fällt durch sein rotes Gehäuse deutlich stärker auf als die meist schwarzen oder grauen Mini-PCs. Das Testgerät wirkt hochwertig und ist sauber verarbeitet. Es wackelt nichts, und auch bei normaler Handhabung ist kein Knarzen zu hören. Innerhalb der Mini-PC-Klasse gehört das Gerät allerdings zu den größeren Modellen.
An der Front sitzen unter anderem USB-A, USB-C und ein Audioanschluss. Auf der Rückseite befinden sich weitere USB-Anschlüsse, 2,5-GbE, HDMI, DisplayPort, Thunderbolt/USB-C und der Stromanschluss. Die großen Öffnungen über den Ports dienen gleichzeitig als Luftauslass.


Praktisch ist der fast vollflächige Staubfilter auf der Unterseite. Er lässt sich herausnehmen und erleichtert die Reinigung. Dahinter werden der große Radiallüfter, die Kupferkühlung und die separat identifizierte Houmo-NPU sichtbar. Der 32-GB-Arbeitsspeicher ist dagegen fest auf dem Mainboard verlötet und kann nicht erweitert werden.

Alltagsleistung (Office & Multimedia)
Ubuntu, Browser und die während der Einrichtung verwendeten Anwendungen reagieren schnell. Im Geekbench 6.7.1 erreicht der Core i7-13620H 2.046 Punkte im Single-Core- und 8.386 Punkte im Multi-Core-Test. Für Office, Browser, Multitasking und alltägliche Produktivaufgaben steht damit mehr als genug CPU-Leistung bereit. Die Messwerte bieten außerdem eine gute Grundlage für typische Entwicklungsarbeit.

Die Crucial-SSD liefert im kurzen Test 5.037 MB/s lesend und 4.473 MB/s schreibend. Bei sehr großen Schreibvorgängen hält sie dieses Tempo jedoch nicht: Nach rund 228 GiB war der schnelle SLC-Cache erschöpft, anschließend fiel die Schreibrate auf durchschnittlich etwa 165 MB/s. Die SSD blieb dabei mit maximal 37,9 °C kühl. Nach 15 Minuten Pause standen wieder rund 44,7 GiB schnelle Schreibreichweite zur Verfügung.
Bei der Medienwiedergabe benötigte die als Full HD ausgewählte YouTube-Stufe 22,49 W, die 4K-Auswahl 37,58 W.
Creative- und Gaming-Performance
Beim vollständigen Blender-Classroom-Render benötigte der Beelink 352 Sekunden. Der Wert belegt eine brauchbare CPU-Renderleistung. Während des Durchlaufs nahm der komplette Mini-PC durchschnittlich 88,66 W auf und verbrauchte 8,09 Wh.
Die integrierte Intel UHD Graphics mit 64 EUs eignet sich vor allem für ältere oder grafisch weniger anspruchsvolle Spiele. Wer damit spielen möchte, sollte Auflösung und Detailstufe entsprechend reduzieren. Der Schwerpunkt der Grafik liegt bei Desktop, Videowiedergabe und einfachen grafischen Aufgaben.
Lautstärke & Kühlung
Im 20-minütigen CPU-Stresstest waren alle 16 Threads vollständig ausgelastet. Der Prozessortakt blieb stabil bei rund 3,52 GHz, die CPU erreichte maximal 72 °C und die SSD 31,9 °C. Eine thermische Drosselung war nicht erkennbar. Auch die 30-minütige Qwen-Dauerlast lief ohne NPU- oder Temperaturfehler. Die NPU blieb mit höchstens 48,5 °C ausgesprochen kühl.
Subjektiv ist der Lüfter unter hoher CPU-Last hörbar, aber nicht störend laut. Die Lautstärke blieb während des gesamten Stresstests gleichmäßig und erträglich, ohne auffälliges Hoch- und Herunterregeln. Die Abluft fühlte sich dabei lediglich lauwarm an.
Stromverbrauch & Effizienz
Stromverbrauch
| Test | Mittelwert (Watt) |
|---|---|
| Ausgeschaltet | 1,12 |
| Suspend | 1,32 |
| Ubuntu – Idle mit DisplayPort | 16,39 |
| Ubuntu – niedrigster Headless-Idle mit Energiespareinstellungen | 15,18 |
| Speedometer-Browserlast | 28,96 |
| YouTube – Full-HD-Auswahl | 22,49 |
| YouTube – 4K-Auswahl | 37,58 |
| Qwen3.5-9B – 30 Minuten Dauerlast | 31,46 |
| CPU-Stresstest | 77,42 |
| Blender Classroom | 88,66 |
Der Leerlaufverbrauch von rund 15 bis 16 W ist für einen Mini-PC relativ hoch. Selbst das Beenden von OpenClaw und Qwen senkte den normalen Idle nur von 16,39 auf 16,24 W. Die AI-Dienste allein erklären den Grundverbrauch daher nicht.
Energieeffizienz
Die folgende Tabelle zeigt den Energieverbrauch im vollständigen Blender-Classroom-Benchmark. Für eine direkte Vergleichbarkeit nutzten wir denselben Test und dasselbe Messverfahren wie bei den zuvor getesteten Mini-PCs.
| Hersteller – Modell | Verbrauchte Energie (Wattstunden) | Dauer (Sekunden) |
|---|---|---|
| Geekom AE7 | 5,4 | 302 |
| Geekom XT13 Pro | 5,6 | 410 |
| Geekom A6 | 6,4 | 390 |
| NiPoGi AM16 | 6,6 | 648 |
| Beelink SEi13 AI | 8,1 | 352 |
| NiPoGi Hyper H2 | 9,1 | 455 |
| Geekom Air12 Lite | 9,9 | 1.826 |
| NiPoGi E2 | 10,2 | 1.790 |
| NiPoGi E1 | 10,5 | 1.820 |
| BeeLink SEi12 | 10,6 | 444 |
| NiPoGi N97 | 12,2 | 1.926 |
| Beelink EQ13 | 13,2 | 1.734 |
Lokale AI in der Praxis
Der wichtigste Unterschied zu einem normalen Mini-PC ist der separate AI-Beschleuniger mit 24 GB eigenem Speicher. Ab Werk ist Qwen3.5-9B vorinstalliert und läuft auf dem AI-Beschleuniger. Über die mitgelieferte Chat-Oberfläche lässt sich das Modell ähnlich wie ein Online-Chatbot verwenden. Fragen und Antworten werden jedoch direkt auf dem Beelink berechnet und müssen nicht für jede Anfrage an einen Cloud-Anbieter übertragen werden.
Qwen fühlt sich im Chat flüssig an
Qwen erzeugte durchschnittlich 18,35 Token pro Sekunde. Token sind kleine Textbausteine, aus denen das Modell seine Antworten zusammensetzt. In der Praxis erschien der Text damit schnell und flüssig auf dem Bildschirm. Auch eine 30-minütige Dauerprüfung mit 65 Anfragen absolvierte das Modell fehlerfrei und ohne langsamer zu werden.
Der komplette Mini-PC benötigte unter dieser dauerhaften AI-Last durchschnittlich 31,46 W. Temperaturen und Geschwindigkeit blieben stabil, eine Drosselung war nicht zu erkennen. Qwen kann neben Text auch Bilder auswerten: Auf einem Foto der OpenClaw-Kurzanleitung erkannte es die Überschrift, die wesentlichen Anweisungen und den QR-Code.
Auch Gemma läuft, aber nicht per Mausklick
Zusätzlich haben wir drei Varianten von Googles Gemma-Modell ausprobiert. Die Angabe in Token pro Sekunde zeigt, wie schnell der Text ausgegeben wird. Ein höherer Wert bedeutet eine schnellere Antwort.
| Modell | Bereitstellung | Ausgabetoken pro Sekunde |
|---|---|---|
| Qwen3.5-9B Q4_0 | vorinstalliert | 18,35 |
| Gemma 4 E2B | manuell eingerichtet | 49,54 |
| Gemma 4 E4B | manuell eingerichtet | 27,39 |
| Gemma 4 26B-A4B | manuell eingerichtet | 26,58 |
Die Werte stammen aus getrennten Praxistests, zeigen nur das Ausgabetempo und sagen nichts über die Antwortqualität aus.
Die Gemma-Modelle sind allerdings weder vorinstalliert noch über einen einfachen Download in der Oberfläche verfügbar. Sie benötigen eine separate Houmo-Laufzeitumgebung. Vor einem Modellwechsel muss außerdem der Qwen-Dienst beendet werden, da alle Modelle denselben NPU-Speicher verwenden. Beliebige Modelle von Hugging Face oder im verbreiteten GGUF-Format lassen sich daher nicht so unkompliziert laden wie beispielsweise mit Ollama.
Wie gut ist das lokale Modell?
Ab Werk nutzt der SEi13 AI Qwen3.5-9B als lokales Standardmodell. Zur groben Einordnung der Antwortqualität absolvierte es 60 Aufgaben aus dem Benchmark LiveBench. Sie decken Programmierung, Datenanalyse, Sprache, Mathematik und logisches Denken ab. Gemma 4 26B-A4B beantwortete dieselben Fragen. Als weitere Vergleichswerte dienen historische Antworten dreier OpenAI-Modelle.
| Modell | LiveBench-Ergebnis |
|---|---|
| Qwen3.5-9B Q4_0 | 70,31 % |
| Gemma 4 26B-A4B | 74,06 % |
| OpenAI o1-preview | 71,46 % |
| OpenAI GPT-4 Turbo | 65,60 % |
| OpenAI GPT-4o, August 2024 | 64,54 % |
Die Aufgaben stammen aus dem Jahr 2024 und könnten bei später veröffentlichten Modellen bereits Teil der Trainingsdaten gewesen sein.
Das vorinstallierte Qwen landete in diesem Ausschnitt zwischen historischen Versionen von o1-preview und GPT-4 Turbo. Gemma erreichte den höchsten Wert, muss aber manuell eingerichtet werden und ist nicht über Beelinks Oberfläche auswählbar.
Die Ergebnisse dienen nur als grobe Orientierung. Der kleine Aufgabenausschnitt bildet aktuelles Wissen, Bildverständnis, lange Unterhaltungen und die Arbeit mit Werkzeugen nicht ab.
Vergleich mit einer GeForce RTX 5060 Ti
Zum Vergleich lief Qwen3.5-9B Q4_0 auch auf einer GeForce RTX 5060 Ti mit 16 GB Grafikspeicher. Auf beiden Plattformen kamen dieselbe Modellgröße und Quantisierung zum Einsatz, jeweils im dafür optimierten Modellformat.
Die RTX 5060 Ti erzeugte den Text rund 3,7-mal schneller, hatte dabei aber eine ungefähr siebenmal höhere zusätzliche Leistungsaufnahme als die NPU des Beelink.
| Merkmal | Beelink SEi13 AI | GeForce RTX 5060 Ti 16 GB |
|---|---|---|
| Qwen3.5-9B Q4_0 | 18,35 Token/s | 67,31 Token/s |
| Zeit für 512 Ausgabetoken | 27,9 s | 7,7 s |
| Dedizierter AI- beziehungsweise Grafikspeicher | 24 GB | 16 GB |
| Zusätzliche Leistungsaufnahme durch Qwen | ~ 15 W | ~ 104–107 W |
| AI-Effizienz (Token/s pro zusätzlichem Watt) | ~ 1,22 | ~ 0,64 |
Unterm Strich bietet die RTX 5060 Ti deutlich mehr Tempo. Die Stärken des Beelink sind dagegen die bessere Energieeffizienz und 24 GB dedizierter AI-Speicher. Das sind acht Gigabyte mehr als bei der getesteten Grafikkarte. Dadurch können auch größere Modelle laufen, die nicht vollständig in die 16 GB Grafikspeicher der RTX 5060 Ti passen. Dafür müssen sie jedoch von Houmo für die NPU freigegeben und bereitgestellt werden.
OpenClaw: vom Chat zum lokalen Assistenten
Beelink liefert den SEi13 AI nicht nur mit einem einfachen Qwen-Chat aus, sondern bewirbt ihn ausdrücklich mit dem vorinstallierten OpenClaw. Die Software setzt auf dem Sprachmodell auf und erweitert es um speicherbare Unterhaltungen, den Zugriff auf freigegebene Dateien, Erweiterungen, Werkzeuge und automatisierte Aufgaben. Aus dem reinen Textgenerator soll so ein lokaler Assistent werden, der auch Aufgaben auf dem eigenen Rechner bearbeiten kann.
Zu den möglichen Einsatzfällen gehören das Zusammenfassen freigegebener Dokumente, das Auswerten von Notizen oder Systeminformationen und das Bearbeiten mehrstufiger Aufgaben mit verschiedenen Werkzeugen. OpenClaw kann den Zusammenhang über mehrere Unterhaltungen hinweg bewahren und wiederkehrende Abläufe automatisieren. Je nach Einrichtung lassen sich außerdem Websuche, Browsersteuerung oder Messenger ergänzen. Zusammen mit Qwens Bildverständnis kann der Mini-PC auch Fotos und Screenshots in solche Arbeitsabläufe einbeziehen.
OpenClaw, der lokale Qwen-Server und die NPU starten automatisch mit Ubuntu. Damit kann der Beelink als dauerhaft verfügbarer lokaler Assistent betrieben werden, ohne die einzelnen Komponenten nach einem normalen Neustart von Hand starten zu müssen.
Datenschutz und Offline-Betrieb
Beim direkten Chat bleiben Eingabe und Antwort auf dem Beelink. Das ist besonders interessant, wenn vertrauliche Texte oder interne Dokumente nicht an einen Cloud-Modellanbieter gesendet werden sollen. Vollständig offline ist OpenClaw dadurch nicht automatisch: Websuche, Downloads, Updates und andere externe Werkzeuge können weiterhin auf das Internet zugreifen.
Besonderheiten, Bugs & Kurioses
Ubuntu- und OpenClaw-Ersteinrichtung
Bei der Einrichtung sollte man der PDF Initial Setup User Guide.pdf folgen, die sich über den Desktop-Starter Instructions öffnet. Sie erklärt auch, wie die zunächst mit roten X markierten Starter per Rechtsklick und „Allow Launching“ freigegeben werden. Die Markierungen zeigen lediglich den fehlenden GNOME-Vertrauensstatus an und sind kein Malwarehinweis.
Beim OpenClaw-Onboarding wurde trotz angezeigtem Port 8080 fälschlich Port 8000 gespeichert, wodurch der Agent Qwen zunächst nicht erreichte. Nach der Korrektur auf Port 8080 funktionierte OpenClaw. Nach einem Neustart ist etwas Geduld nötig, da das lokale Modell erst nach rund anderthalb Minuten wieder bereitsteht.

Kernel-Updates vorerst kontrolliert einspielen
In unserem Test funktionierte Houmos Treiberpaket 1.3 nach dem Update auf Kernel 7.0 nicht mehr. Das erneute Booten mit Kernel 6.17 stellte die NPU-Funktion wieder her. Dies ist allerdings nur ein vorübergehender Workaround, bis ein kompatibler Treiber verfügbar ist; Sicherheitsupdates sollten nicht dauerhaft deaktiviert werden.
1-TB-SSD mit nur 100 GiB Root-Laufwerk
Ungewöhnlich ist außerdem die SSD-Aufteilung. Obwohl eine 1-TB-SSD verbaut ist, war das Root-Laufwerk ab Werk nur 100 GiB groß und vor den Tests fast voll. Rund 828 GiB waren im LVM-Verbund vorhanden, aber dem normalen Dateisystem nicht zugewiesen. Offenbar wurde bei der Systemvorbereitung vergessen, das Root-Volume entsprechend zu vergrößern.
Suspend und Netzwerksicherheit
Nach einem Suspend kehrte Ubuntu einmal zum Desktop zurück, der Intel-I226-V-Netzwerkanschluss blieb jedoch auf „Cable unplugged“ hängen. Erst ein Neustart stellte den Link wieder her.
Auf unserem Testgerät war der Qwen-Server mit dem ab Werk installierten Softwarestand im lokalen Netzwerk ohne Authentifizierung erreichbar; zudem war die Ubuntu-Firewall deaktiviert. Ob andere oder neuere Auslieferungsstände ebenfalls betroffen sind, konnten wir nicht prüfen.
Anschlussvielfalt & Erweiterbarkeit
HDMI, DisplayPort, Thunderbolt/USB-C, USB-A, Audio und Bluetooth funktionierten im Test. Laut Beelink lassen sich drei Bildschirme gleichzeitig über HDMI, DisplayPort und Thunderbolt 4 betreiben.
Der Intel-I226-V-Port erreichte im lokalen Test 2,327 Gbit/s beim Senden und 2,041 Gbit/s beim Empfangen. Das Intel-AX200-WLAN kam in einem Sichtlinien-Test mit iperf3 auf rund 279 Mbit/s im Upload und 293 Mbit/s im Download.
Intern ist die Erweiterbarkeit eingeschränkt. Der 32-GB-LPDDR5-Speicher ist fest verlötet. Zwar gibt es zwei M.2-2280-Steckplätze, einer ist jedoch mit der System-SSD und der zweite mit dem Houmo-AI-Beschleuniger belegt. Eine weitere SSD lässt sich daher nur anstelle des AI-Moduls einsetzen. Wer die AI-Funktion behalten möchte, muss für mehr Speicher die vorhandene SSD austauschen. Der herausnehmbare Staubfilter macht die regelmäßige Wartung dagegen angenehm einfach.
Pro & Contra
Pros
- Lokale AI: 24 GB separater NPU-Speicher für kompatible Modelle
- Faires Angebot, da das AI-Modul allein ungefähr 1.299 US-Dollar kostet
- Datenschutz: direkte Inferenz ohne Cloud-Modellanbieter möglich
- 32 GB schneller LPDDR5-Speicher
- Leistung: schneller Core i7-13620H für Office und produktive Aufgaben
- Angenehm leiser Betrieb
- Kühlung: niedrige Temperaturen ohne erkennbare Drosselung
- Netzwerk: schnelles 2,5-GbE
- Verarbeitung: wertiges, eigenständiges Gehäuse
- Wartung: leicht entnehmbarer Staubfilter
Cons
- Arbeitsspeicher nicht aufrüstbar
- QLC-SSD mit deutlichem Geschwindigkeitseinbruch nach dem SLC-Cache
- Software kämpft noch mit Kinderkrankheiten
- NPU unterstützt nur von Houmo freigegebene oder passend konvertierte Modelle
- Software- und Firmware-Updates für die NPU sind umständlich zu beziehen
- Vergleichsweise hohe Leistungsaufnahme von rund 15 bis 16 W im Leerlauf
Fazit und Kaufempfehlung
Der Beelink SEi13 AI verfügt über ein separates AI-Modul mit 24 GB eigenem Speicher. Dadurch lassen sich AI-Modelle direkt auf dem Mini-PC ausführen, sodass persönliche Dokumente, Quellcode und andere sensible Daten nicht an externe Anbieter übertragen werden müssen.
Das vorinstallierte Qwen3.5-9B erzeugte rund 18 Token pro Sekunde, das zusätzlich getestete Gemma 4 26B-A4B rund 27 Token pro Sekunde. Damit reagieren beide Modelle schnell genug für einfache Programmieraufgaben, Hilfe bei Computerproblemen und Bildanalysen. Mit passenden OpenClaw-Werkzeugen lassen sich außerdem Aufgaben der Home-Automatisierung und andere wiederkehrende Abläufe im Heimnetz umsetzen.
Abseits der AI-Funktionen bringt der Mini-PC genügend Leistung für Office, klassische Programmierarbeit, einfachen Videoschnitt, leichte Bildbearbeitung und grafisch weniger anspruchsvolle Spiele mit. Der Mini-PC bleibt dabei auch unter Last angenehm leise und verursacht keine nutzungsabhängigen Gebühren für Modellanfragen.
Unterm Strich können wir den SEi13 AI Nutzern empfehlen, die einen kompakten und leisen Rechner für lokale AI-Modelle suchen, sensible Daten auf eigener Hardware verarbeiten und Qwen, Gemma oder OpenClaw für Programmierung, Bildanalyse und Home-Automatisierung einsetzen möchten.
